Für Menschen mit Variationen

Feng Shui für die Seele

Mit Feng Shui verbinden wir das umstellen und umräumen von Möbeln um irgendwelche Energien fließen zu lassen. Ok, an meiner Beschreibung merkt man schon, dass ich keine Ahnung davon habe. Aber heute geht es auch nicht um die üblichen Umräum-Sachen die man damit verbindet. Mir geht es heute um Feng-Shui für die Seele. Ich habe mir für euch ein paar Tricks und Kniffe überlegt, wie wir unser Leben Feng-Shui mäßig auf Vordermann bringen können. Eine Sache, die sowohl für Möbel auch als unser Leben im allgemeinen gilt ist „Das Ausmisten“! Ausmisten ist wichtig. Wir horten viel zu viel Schrott an, den wir in viel zu kleinen Wohnungen lagern weil wir ihn irgendwann gebrauchen könnten. Dieses Denken beinhaltet einen Fehler in sich – denn, in den Momenten in denen wir vielleicht wirklich etwas von unserem Schrott benutzen könnten, kaufen wir uns neuen Schrott. Ein altes Wollknäuel, dass man vielleicht irgendwann nochmal verwenden kann als Paketschnur oder Ähnliches wird im Zweifelsfall immer von einer neuen Paketschnur ersetzt werden. Es ist verständlich warum wir nicht einfach drauf los legen und alles weg schmeißen. Beim Erwerb unseres Schrotts hatten wir einen Plan, was wir damit machen wollten. Die Dinge, die wir gekauft haben, sollten in unserem Leben einen Platz, ja, vielleicht auch eine Lücke füllen. Es wird Zeit uns einzugestehen, dass Gegenstände niemals eine Lücke füllen können. Auch wenn wir einen emotionalen Wert mit unserem „Schrott“ verbinden, so ist und bleibt es nur Schrott. Es hilft daran zu denken, dass es uns nicht töten wird, wenn wir uns davon trennen. Hier wende ich gerne eine der obersten Regeln eines Philosophen der Neuzeit an: „Neu ist immer besser!“ - Barney Stinson. Faustregel: Alles, was wir länger als 1 Jahr nicht benutzt haben, kommt in die Arschentonne! Das tut am Anfang weh, aber wenn die Möbel frei sind, und auch wir wieder Luft zum Atmen haben, werden wir merken, dass es nichts zu bereuen gibt. Es gibt nicht nur ums Behalten und ums Horten – es geht um emotionalen Ballast. Die Enttäuschung, die damit verbunden sein kann. Ein Beispiel dazu: Ich habe mich nie getraut meine langen Haare zu schneiden. Erst einmal, weil mein Erzeuger, ein fanatisch Gläubiger Christ meinte, dass schon Eva im Garten Eden lange Haare gehabt habe, und Gott dies so wolle – andererseits auch, weil ich es nicht anders kannte und hoffte, dass ich dadurch schöner sei (ich bin, wie ihr anderen Posts bereits entnehmen könnt, dick!) Eines Tages, nachdem ich 2 Stunden lang mit meiner Friseurin gehadert habe, kam der Pixicut! Ich habe geweint – vor Freude. Ich hatte das Gefühl, jeden Mann, der sich beim Sex je in meine Haare verkrallt hatte, sowie die konventionellen Ansichten meines Vaters abgelegt zu haben. Es war befreiend und beängstigend. Warum soll dies nicht auch für unseren Krimskrams gelten? In Musterkatalogen findet man immer Deko. Doch immer hat alles seinen Platz und finden wir die Ordnung nicht doch immer schöner als Chaos? Wirtschaftlich gedacht, ist es nicht sinnvoll alles wegzuschmeißen, was wir erworben haben. Grade wir Frauen verfügen oftmals über ein Arsenal von Gesichts-und Körperlotionen. Alle angefangen, weil sie angeblich alle einen anderen Zweck verfolgen. Sein wir ehrlich – wir erhoffen uns von allem schöne Haut und schöne Körper und benutzen den Kram meist nicht zu ende, weil der erwünschte Effekt ausbleibt. Dann gehen wir los und kaufen Neue. Das muss enden! Mein Tipp: Braucht den Scheiß auf, oder – wie immer – schmeißt ihn weg! Wir kaufen viel und verbrauchen meist nur die Hälfte. Dies ist auch der Grund, warum Leute oftmals in der Lage sind aus Müllabfällen noch fünf Gänge Menüs zu kochen. Wir kaufen, verschwenden, brauchen nicht auf, geben Geld aus für nichts und wieder nichts. Wir fangen jetzt an, unseren Scheiß aufzubrauchen. Und wenn unser Badezimmerschrank auf einmal leer ist und wir uns über den Platz freuen, dann wissen wir, wozu wir es getan haben. Ich, z.B. erfreue mich an jede aufgebrauchte Cremetube, Zahnpastatube, Duschgelflasche und besonders an jedes bisschen Aufschnitt, dass nicht in der Tonne gelandet ist. Mein Gewissen ist damit weniger belastet und gleiches gilt für mein Portemonnaie. Nicht alles, ist Schrott, Müll oder Unnütz! Wir brauchen Dinge. Aber, fangen wir doch an, die richtigen Sachen zu kaufen. Möbel? Ja! Aber wir wär´s diesmal, mit einem aufgearbeitetem Schrank, mit Charme und einer Geschichte? Ikea ist zwar schön und gut, aber es sollte nicht unser Lebensinhalt sein! Ikea Schränke haben keinen Charme. Darum mein nächster Tipp: Wann immer ihr etwas kauft, schaut ob euer Herz daran ist. Frag dich: Hängt dein Herz daran? Macht es dein Leben besser? Wenn du etwas kaufst, dann lass es Unikate sein! Klar, wir können uns alle das langweilige Zeug von Ikea holen, uns dahinter verstecken, denn, nichts ist schlimmer als sich etwas zu kaufen, was uns wirklich viel bedeutet und dann etwas negatives dazu zu hören. Aber Mut gehört dazu. Versucht es mal!

29.4.15 22:36

Letzte Einträge: Pornos und andere TABUS, Verwöhnt und Unglücklich, Der Märchenwald, Putzen nach Feng-Shui, Was? In deinem Alter schon?

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen